Psalmen

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Die Psalmen decken ein krasses Emotionsspektrum ab – das zeigt uns, wir dürfen mit allem vor Gott kommen was uns beschäftigt und schonungslos ehrlich sein. Luther bezeichnete die Psalmen als die „kleine Bibel“ – da in ihnen fast die ganze Summe der Bibel enthalten ist.

Die Psalmen sind vor allem als Gebetsbooster (Verstärker) nützlich. Falls es also bei dir im Gebetsleben zur Zeit etwas mager aussieht, weißt du jetzt was du dagegen tun kannst 😉

Psalm 25
David befindet sich in einer bedrängenden Situation. Er ist umgeben von Feinden, fühlt sich einsam und elend, wird von seinem Schuldbewusstsein geplagt, hat Angst und fürchtet Niederlage und Scham. Von diesem Psalm können wir einiges lernen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich erlebe einige dieser Themen genauso in meinem Leben.

In diesem Psalm sind drei Aussage-Typen enthalten:

Haltung
David bleibt nicht auf sich konzentriert. Er drückt seine Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit gegenüber Gott aus (Vers 1), indem er sein Vertrauen auf ihn betont (Vers 2). Weitere Verse: 5, 15, 20, 21

David ist wie ein kleines Kind. Oft stehen uns unser Stolz oder unser Verstand im Weg um mit dieser Einstellung vor Gott zu kommen. „Gott ist es eine Ehre, denen zu helfen, die ihn ehren, indem sie ihm vertrauen.“ Wir dürfen allerdings nicht von Gott erwarten, dass er wie ein Wunschautomat funktioniert.

Bitte
David bittet um Schutz, Befreiung/Erlösung, Vergebung und Leitung (V.4-5). Er bittet in der Überzeugung, dass Gott für ihn nur das Beste will.
Zum Weiterlesen: Psalm 27,1; 1.Timotheus 1,1

Gedankenanstoß: Zeit mit Gott im Vergleich zu unseren Essensgewohnheiten. Wir essen mehrmals am Tag, verschiedene Mengen und Längen. Genau diese Konstanz sollten wir auf unsere Zeit mit Gott übertragen, wir müssen nicht immer 3 h konzentriertes Bibelstudium machen (was aber trotzdem seinen Platz und Sinn hat), so wie wir auch nicht 3 h am Stück essen. Beispiel: Macht es wie die Raucher. Die nehmen sich diszipliniert ihre fünf Minuten Raucherpause. Wir können das genauso als Christenpause machen und hin und wieder kurz Zeit mit Gott verbringen, z.B. kurz beten oder einen Bibelvers lesen.

Versprechen: Aussagen über Gott
Vers 8:
Sünder dürfen von Gott Weisung und Leitung erwarten – er bringt genau diese auf den Weg zu ihm.
Römer 5,8: Jesus starb für uns, als wir noch Sünder waren – weil Gott so gut ist
Vers 3/10: Gott verspricht uns eine Treue und Gnade, will aber auch unsere Treue und Loyalität.
Vers 12: fürchten – nicht Angst, sondern wie in einer gesunden Vater-Kind-Beziehung; Respekt, Autorität unterordnen und ernst nehmen
Vers 14: Vertrauensbeziehung – beidseitig; vertraut uns seine Geheimnisse an

Vers 15: Meine Augen sind stets auf den Herrn gerichtet, denn er wird meine Füße aus dem Netz lösen.

Gedankenanstoß: Einen Psalm pro Tag lesen (z.B. vor dem Schlafen gehen).

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